| FILM
Pfingstsamstag,
14. Mai 2005
20.30 und 22.30 Uhr
„Zapateado“
Multimediale Welturaufführung
von Andreas Andreas Maria Germek und dem Fotografen Tobias
Melle.
Pfingstsamstag, 14. Mai 2005
ca. 20.45 und ca. 22.45 Uhr
Los Tarantos

Spielfilm mit Carmen Amaya
von 1963
Regie: Francesc Rovira
Beleta
Spanien 1963, 92 min, Farbe, span.
Originalfassung
Ein
bildgewaltiges Drama um zwei verfeindete Gitanofamilien
im Barcelona der 60er Jahre: die Tarantos und die Zorongos
(beide Familiennamen stehen für einen Flamencostil).
Die Witwe Soledad (Carmen Amaya) ist die Clanchefin der Tarantos.
Als ihr Sohn Rafael sich auf einer Zigeunerhochzeit in die
schöne Juana Zorongo verliebt, und sich die beiden ewige
Liebe schwören, ist sie sogar bereit, die Kluft zwischen
den Familien zu begraben. Doch die Zorongos sind nicht bereit
dazu und das Schicksal nimmt seinen Lauf...
Carmen Amaya Amaya (1913-1963)
wurde als Tochter eines Gitarristen und einer Tänzerin
in Barcelona geboren, im Zigeunerviertel El Somorrostro. Mit
vier Jahren tanzte sie bereits öffentlich, mit acht schon
in Paris als festes Mitglied einer Kompanie. 1935 kam ihr
Durchbruch. Sie tanzte im Teatro Coliseum in Madrid und spielte
in ersten Filmen, ihr erster: "La hija de Juan Simón"
(1935), ihre erfolgreichste Rolle war die Titelfigur in "Maria
de la O" (1939). Im Krieg wanderte sie nach Argentinien
aus (wo ihr ein eigenes Theater errichtet wurde) und kam erst
1947 nach Spanien zurück, bereits als ein internationaler
Star. Denn in den vierziger Jahren hatte sie an zahlreichen
Hollywoodfilmen mitgewirkt. In den 50ern zog sie als gefeierter
Star durch die Welt, und sorgte für geradezu surrealistische
Szenen: legendär ist, wie sie im Badezimmer des Waldorf
Astoria mit ihrer Familie Sardinen grillte.
Ihr Tanz galt als spektakulär.
Ob mit einer eleganten Bata de Cola oder in Männerkleidung:
Carmen Amaya hat bis heute Maßstäbe gesetzt. Ihren
letzten Auftritt hatte sie 1963 in dem Film "Los Tarantos",
wo sie in der Hauptrolle sowohl tänzerisch als auch dramatisch
überzeugte. Der für den Oscar nominierte Film gilt
als ihr künstlerischer Nachlass.
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